Der Zauberlehrling

Ein Puppentheater nach der Ballade von Johann Wolfgang von Goethe für Jung und Alt.

Einem aufmüpfigen,
Neugierigen Zauberlehrling
Steht der Sinn nach Badespaß.
Er ruft des Meisters Geister
Und der Besen, bringt als Wesen,
Wasser für ein Wannenbad.
Bringt und geht und holt noch her,
Kennt kein Halt und Stoppen mehr.
Da hilft kein Zauber,
Kein Bitten und kein Mord,
Der Besen rennt in einem fort.
Bald fließen Bäche, ja Kaskaden,
Der Lehrling hat genug vom baden,
Und als im Zimmer alles schwimmt,
Der Meister kommt –
Spricht nur ein Wort,
Und alles ist an seinem Ort,
Als wäre nichts gewesen.

Kindergartenkinder erfreut die bildreiche Geschichte, besonders ihrer Rhythmik und ihres dynamischen Aufbaus wegen. Sie fiebern sowohl mit dem hinterfotzigen Besen als auch mit seinem Möchtegern-Meister mit.

Volkschulkindern bietet dieses Stück den ersten Kontakt mit den Werken Goethes auf spielerische Art und Weise. Es macht Lust auf Sprache und Sprachspielereien und neugierig auf selten gebrauchte Worte.

Kindern höherer Schulstufen bietet der pubertierende Protagonist weitere Identifikationsmöglichkeiten. Goethes zeitlose Ballade regt zu vielschichtigen Gesprächen an.

Eltern und Senioren entdecken die Ballade neu und wieder. Schulzeiterinnerungen werden wiederbelebt und Generationen übergreifend ausgetauscht.

Die Ballade ist, bis auf den Meister, der von einem Schauspieler gespielt wird, mit Stabpuppen inszeniert. Eine Posaune, wahlweise live oder aus der Konserve gespielt, unterstützt einzelne Szenen und schafft Ohrwürmer.